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COLOURLOCK „Leather Colour“ Lederfarbe für oberflächengefärbte Glattleder

Preisspanne: €10.00 bis €26.50

Artikelnummer: D1-KCX-563-1L-01 Kategorie: Schlagwort:

Beschreibung

Lederfarbe für abgegriffene Glattleder im OEM-Farbton

Was ist die COLOURLOCK Leather Colour? Eine wasserbasierte Lederfarbe zur Auffrischung oberflächengefärbter Glattleder im Auto und an Möbeln. 32 Farbtöne von Schwarz und Havanna bis zu Leuchtpink und Metallic-Effekten, in 100 ml, 250 ml und 1 Liter. Nicht geeignet für Anilin-, Nubuk- oder Wildleder und keine Riss-Reparatur — dafür gibt es Fluid Leather.


COLOURLOCK Leather Colour ist eine wasserbasierte Lederfarbe von Koch-Chemie × COLOURLOCK für pigmentierte, oberflächengefärbte Glattleder im Auto- und Möbelbereich. Bekannt geworden ist das Produkt jahrzehntelang als „Leder Fresh“, seit der Übernahme durch Koch-Chemie heißt es international Leather Colour. Die wasserbasierte Polymer-Mischung trocknet zu einem dünnen, elastischen Farbfilm, der direkt in den vorhandenen Pigmentschluss des Leders einbindet. Heißt für dich: keine starre Lackschicht oben drauf, sondern eine flexible Farbverbindung, die jede Sitzbewegung mitmacht und nicht reißt.

  • OEM-Farbabgleich nach VIN oder Farbcode aus 32 Standardtönen. Das Sortiment deckt die häufigsten Auto- und Möbelfarben ab — von Schwarz und Teerschwarz über Havanna, Karamell, Schokolade bis Rotbraun, Bordeaux, Tannengrün, Tiefblau und Violett. Dazu sieben Leuchtfarben (Leuchtgelb, Leuchtgrün, Leuchtorange, Leuchtpink, Leuchtrot) und fünf Metallic-Töne in Gold, Silber, Kupfer, Messing und Perl. BMW Dakota, Mercedes Nappa, Audi Valcona und Porsche Club lassen sich aus dieser Palette in der Regel ohne Sondermischung treffen — ein Vorteil, den preiswerte Wettbewerber so nicht bieten.
  • Skaliert vom Lenkrad zur kompletten Innenausstattung. Eine 250-ml-Flasche reicht im Tupfverfahren mit Schwamm für rund vier bis sechs abgegriffene Lenkräder oder zwei vergilbte Sitzwangen. Die 1-Liter-Flasche ist für Sattler und Aufbereiter gedacht — mit Druckluftsprüher und einem reaktiven Härter deckt sie etwa eine komplette Limousinen-Ausstattung mit Sitzen und Türverkleidungen ab. Die 100-ml-Variante ist die Metallic- und Leuchtfarben-Größe für kreative Akzente oder kleinere Designflächen.
  • Berührungstrocken nach 5 bis 10 Minuten Föhn-Trocknung, voll belastbar erst nach rund 30 Stunden. Das ist die wichtigste Zahl in dieser Anleitung. Wer am nächsten Morgen mit einer hellen Jeans probesitzt, reißt seine eigene Arbeit von gestern wieder auf — der Farbfilm braucht den ganzen folgenden Tag, um seine endgültige Verbindung mit dem Leder aufzubauen. Wer die 30 Stunden respektiert, bekommt eine Oberfläche, die mehrere Jahre Jeans-Abrieb am Stück wegsteckt.

Praxistipp von Detailing1: Wir sehen häufig einen Fehler, der jede Lederfarbe sofort kippt — den Griff zum Bremsenreiniger als vermeintlich gründlicher Entfetter für ein stark verdrecktes Lenkrad. Bremsenreiniger ist ein hochaggressives Lösemittel-Gemisch. Es laugt nicht nur die Hautfette ab, sondern zerstört die Gerbung tief in der Lederfaser. Das Substrat ist danach dauerhaft kaputt.

Aus unserer Praxis: kein Farbsystem dieser Welt — weder Leather Colour noch Konkurrenzprodukte wie Ledermax oder Leather Expert — bekommt darauf noch einen Halt. Die Polymer-Bindung braucht einen intakten Pigmentschluss als Anker. Wenn der weggeätzt ist, blättert die Farbe nach wenigen Tagen ab. Du tust dir mit einem 5-Euro-Bremsenreiniger einen Lederschaden in der Größenordnung eines kompletten Neubezugs an. Wir haben das mehrfach gesehen, und es ist jedes Mal endgültig.

Die einzig richtige Entfettung läuft in zwei sauberen Schritten. Erst eine porentiefe Vorwäsche mit dem COLOURLOCK Leather Cleaner und einer weichen Lederbürste in die Narbung. Dann mit Leder-Reinigungsbenzin (nicht Brennspiritus, nicht Aceton, nicht Bremsenreiniger) bis die Oberfläche restlos matt ist und das weiße Mikrofasertuch keine Verfärbung mehr aufnimmt. Erst dann kommt die Farbe drauf.


Tupfen, Sprühen, Airbrushen mit der Lederfarbe

Die Lederfarbe trägt man niemals als dicke Schicht auf, sondern in mehreren hauchdünnen Lagen mit Zwischenschliff. Ein Lenkrad braucht typischerweise drei bis vier solcher Lagen, eine komplett vergilbte Sitzwange vier bis sechs. Wer in einem Zug deckend arbeiten will, bekommt eine gummiartige, raue Oberfläche, die sich anfühlt wie aufgepinselter Lack — und genau das soll Leather Colour ja nicht sein.

Im DIY-Tupfverfahren gibst du wenige Tropfen COLOURLOCK Leather Colour direkt auf den Schwamm — nie aufs Leder. Dann tupfst du von Naht zu Naht in kreisenden Mikro-Bewegungen, gleichmäßig dünn, ohne Pfützen. Zwischen jeder Lage 5 bis 10 Minuten mit dem Haartrockner auf mittlerer Stufe anwärmen. Diese forcierte Trocknung ist nicht optional. Heißt für dich: die Wärme zieht die Polymerketten in einen sauberen Verbund. Bei reiner Raumluft braucht der Filmschluss zu lange und das Ergebnis bleibt fleckig.

Nach dem Föhnen kommt ein 30-Sekunden-Zwischenschliff mit dem Leder-Schleifpad in Körnung 4000 und ein Mikrofaser-Wischer hinterher. So baut die Farbe einen ruhigen, mattseidigen Film auf, der die Narbung nachzeichnet statt sie zuzuschmieren.

Im Profi-Workflow geht die Farbe per Druckluftpistole oder Airbrush mit feiner Düse auf — vor allem bei kompletten Sitzgarnituren oder Türverkleidungen, wo das Tupfen Tage dauern würde. Hier kommt der Vernetzer aus dem COLOURLOCK-Sortiment in geringer Dosierung dazu. Übersetzt: ein reaktiver Härter, der zusätzliche Bindungen im Farbfilm knüpft und die Oberfläche deutlich abriebfester macht.

Wichtig ist die Verarbeitungszeit nach dem Anmischen — die liegt bei wenigen Stunden, danach ist die Mischung im Becher unbrauchbar. Wer also mit Härter arbeitet, mischt nur so viel an, wie tatsächlich gleich verspritzt wird.

Die Verarbeitungstemperatur liegt bei 18 bis 24 Grad. Unter 15 Grad bindet die Farbe nicht zuverlässig ab, über 30 Grad trocknet die Oberfläche schon an, bevor der Farbfilm tief genug in die Narbung gezogen ist. Im Winter bei kalter Garage gilt: mindestens eine Stunde vorheizen — die Sitze und die Flasche.

Was Leather Colour kann und wo Fluid Leather übernimmt

Die Leather Colour ist eine reine Farbauffrischung für intakte oder leicht abgegriffene Glattleder — kein Reparatur-Allroundtalent. Sie macht aus einem matten, vergilbten Sitz wieder eine OEM-saubere Fläche, aber sie kann keine Risse füllen und keine durchgesessenen Polster strukturell wiederherstellen.

Auf oberflächengefärbtem Glattleder mit intaktem Pigmentschluss (BMW Dakota, Mercedes Nappa, Audi Valcona, Porsche Club, Standard-Anilin mit Versiegelung) baut die Farbe den Film perfekt auf. Auf pigmentierten Kunstledern wie Mediflex oder den meisten OEM-Kunstledern funktioniert sie ebenfalls — hier hilft der Vernetzer für maximale Standzeit. Auf harten Innenraum-Kunststoffen kann man die Farbe mit dem passenden Plastics Primer als Haftgrund einsetzen, etwa um Cockpit-Blenden, Türgriffe oder Bedienelemente farblich nachzuziehen.

Tabu sind dagegen Anilinleder ohne Pigmentschluss, Nubuk und Wildleder. Diese Lederarten sind offenporig — die Farbe verklebt die natürliche Atmungsaktivität, zerstört das Griffgefühl und macht aus weichem Anilin eine steife, plastikartige Fläche. Wenn dein Sitz sich noch warm und weich anfühlt und Wassertropfen einsaugt statt abperlt, ist das Leather Colour das falsche Produkt.

Hier helfen ausschließlich die Aniline-Produkte aus dem gleichen Sortiment, etwa der COLOURLOCK Aniline & Nubuck Cleaner mit anschließender Anilincreme. Auf Bycast und reinem PU-Leder bildet die Farbe ebenfalls keine stabile Verbindung und flockt nach Tagen ab.

Tiefe Risse, durchgesessene Wangen mit sichtbarer Polsterung — das ist kein Färbe-, sondern ein Strukturproblem. Wer hier nur mit Farbe drüberstreicht, gießt Wasser in einen Krater. Die richtige Reihenfolge: erst COLOURLOCK Fluid Leather als Spachtelmasse in den Riss einarbeiten, mit dem GLD-Stift glätten und antrocknen lassen. Erst dann kommt die Leather Colour als farbliche Endbearbeitung obendrauf. Beide Produkte sind komplementär, nicht austauschbar.

Die einfache Wenn-dann-Logik: Wenn der Sitz strukturell intakt ist und nur die Farbe abgegriffen aussieht → Leather Colour. Wenn der Sitz Risse oder freiliegende Polsterung zeigt → erst Fluid Leather, dann Leather Colour. Wenn der Sitz aus Anilin- oder Nubukleder besteht → keine Lederfarbe, sondern Anilinpflege mit Akzeptanz der Patina.

Wer 100 ml kauft, wer 250 ml, wer 1 Liter

Das Format sagt direkt, in welcher Liga du arbeitest. Die 100-ml-Flasche gibt es nur für die Metallic-Effekt-Farben (Messing, Gold, Kupfer, Perl, Silber) und die Leuchtfarben — also Spezialtöne für Akzente an Lenkrad-Speichen, Schriftzügen oder Designsitzen. Eine Flasche reicht für mehrere kleine Detailflächen oder ein komplettes Lenkrad in Sonderfarbe.

Die 250-ml-Flasche ist das Standardformat für Hobby-Anwender. Ein Lenkrad oder eine vergilbte Sitzwange wird damit ohne Sorgen abgedeckt — vier bis sechs Lenkräder oder zwei bis drei Sitzwangen sind realistisch, je nach Schichtanzahl und Saugverhalten des Substrats. Das deckt 25 der 32 Standardtöne ab, vom Schwarz und Havanna bis zu den großen Farb-Klassikern und den Metallic-Effekten.

Die 1-Liter-Flasche ist das Profi-Format für Sattler, Smart-Repair-Betriebe und ambitionierte Detailer, die komplette Innenausstattungen auffrischen. Mit Druckluftsprüher und Härter reicht 1 Liter etwa für eine komplette Limousinen-Ausstattung mit Sitzen und Türverkleidungen. Pro Quadratmeter Sitzfläche bleibt der Materialeinsatz damit deutlich unter dem von vergleichbaren Pre-mixed-Sets von Ledermax oder Geist, weil hier ein Konzentrat skaliert wird statt einer vorgemischten Anwendungslösung.

Der eigentliche Wert entsteht aber erst durch das ganze Sortiment dahinter. Detailing1 führt die komplette Lederpflege-Linie von COLOURLOCK: Leder-Reinigungsbenzin für die Entfettung, Leather Cleaner Mild und Strong für die Vorwäsche, Leder-Schleifpad für den Zwischenschliff, Fluid Leather für Risse, Leather Shield für die Nachversiegelung. Ohne diesen Stack entfaltet die Farbe nur einen Bruchteil ihrer Standzeit — die Haltbarkeit hängt zu rund 80 Prozent an der Vorbereitung. Wer die Flasche isoliert kauft, färbt einmal und ärgert sich eine Woche später über Abplatzer.

Und ein Profi-Trick, den die Hersteller-Broschüre nicht druckt: bei UV-bedingt ausgeblichenen Sitzen passt der originale OEM-Farbcode oft schon nicht mehr exakt. Erfahrene Anwender mischen dann zwei oder drei benachbarte Töne aus dem 32er-Sortiment manuell mit einer Pipette an — bis die Probestelle an einer unsichtbaren Stelle (zum Beispiel an der Sitzunterseite) perfekt matcht. Das dauert eine Viertelstunde Probieren und spart den kompletten Sondermisch-Auftrag, der sonst schnell mehrere Wochen Wartezeit bedeutet.

Die zweite Profi-Regel ist banal, kostet aber die meisten Hobby-Anwender ihre Arbeit: 30 Stunden Aushärtung bei Raumtemperatur sind nicht verhandelbar. Die ersten 10 Minuten Föhn-Trocknung erzeugen nur den sichtbaren Film. Die volle mechanische Belastbarkeit bekommt das Material erst am nächsten Tag — wer früher draufsitzt, reißt seine Arbeit von gestern wieder auf.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 1 kg
Standardfarbe

Weiß (White), Havanna (Havana), Karamell (Caramel), Kirschrot (Cherry Red), Mandarine (Tangerine), Ocker (Ochre), Orange, Rot (Red), Rotbraun (Red Brown), Schokolade (Chocolate), Schwarz (Black), Tannengrün (Pine Green), Teerschwarz (Tar), Tiefblau (Deep Blue), Violett (Violet), Azurblau (Azure), Blau (Blue), Blutrot (Blood Red), Bordeaux, Gelb (Yellow), Goldgelb (Golden Yellow), Grün (Green), Leuchtgelb (Luminous Yellow), Leuchtgrün (Luminous Green), Leuchtorange (Luminous Orange), Leuchtpink (Luminous Pink), Leuchtrot (Luminous Red), Metallic-Effekt Messing (Metallic Effect Brass), Metallic-Effekt Gold (Metallic Effect Gold), Metallic-Effekt Kupfer (Metallic Effect Copper), Metallic-Effekt Perl (Metallic Effect Pearl), Metallic-Effekt Silber (Metallic Effect Silver)

Inhalt

1000 ml / 1 Liter, 250 ml, 100 ml